29.03.2021
 

Der Weg zur digitalen Stadt

Viele österreichische Städte haben bereits erkannt, dass sie mithilfe von Digitalisierung ihre Lebensräume effizienter, grüner, technologisch fortschrittlicher und sozial inklusiver gestalten können. Mithilfe solcher digitalen Lösungen lassen sich für Städte langfristig viele Kosten sparen. Smart Cities sind die Zukunft – da sind sich alle sicher. Aber wo und wie anfangen?

Digitalisierung ist notwendig  

Ein Paradebeispiel, das Digitalisierung im eigenen Umfeld nicht zu spät beginnen darf, liefert Eastman Kodak. Der Fotokonzern wurde 1892 gegründet. 105 Jahre später, im Jahr 1997, erreichte das Unternehmen seinen höchsten Börsenwert – in etwa zu Beginn des Internet-Booms. Die nächsten 15 Jahre waren geprägt von einem massiven Niedergang. „Sie drücken den Knopf, wir machen den Rest“, so lautete einst der Claim von Eastman Kodak. Doch in Zeiten von Internet, Digitalkameras und Smartphones ersetzten Social-Media-Plattformen weitgehend das gedruckte Foto – eine mehr als 100-jährige Erfolgsgeschichte wurde in wenigen Jahren zerstört. Nicht etwa mangels technischer Expertise – 1978 hatte sich Kodak die erste digitale Kamera patentieren lassen und danach Unsummen an Lizenzkosten kassiert, die eine intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeit stützten. Die Angst, das umsatzstarke Geschäft mit analogem Filmmaterial durch Digitaltechnik zu kannibalisieren, verhinderte zusammen mit der lange Zeit erfolgreichen Strategie, Produkte erst auf den Markt zu bringen, die annähernd perfekt sind, die nötige schnelle Anpassung an den Markt. Das Ende war unausweichlich.

Die Digitalisierung als Schlagwort ist in den Städten definitiv angekommen. Es hakt allerdings noch bei der Umsetzung. Digitalisierung muss von ganz oben beginnen. Seien Sie beruhigt, es kommt nicht auf die Größe Ihrer Stadt an. Smart City beginnt dort, wo der Wille an Digitalisierung vorhanden ist.

Städte der Zukunft

Seit dem Jahr 2008 leben erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Laut Angaben der Weltbank beträgt dieser Anteil derzeit etwa 55 Prozent. In Österreich ist dieser Anteil noch höher: Über 58 Prozent der Bewohner sind in urbanen Gebieten zu Hause. Den Vereinten Nationen zufolge sollen bis zum Jahr 2050 etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Die Urbanisierung ist per se keine negative Entwicklung – im Gegenteil: Schon heute generieren Städte etwa 80 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Konkret bedeutet dies, dass ein Städter im Durchschnitt mehr Wert schafft als ein Bewohner eines ländlichen Gebietes. Diese hohe Produktivität führt dazu, dass urbane Gebiete einen überdurchschnittlich großen ökologischen Fußabdruck haben. Dieser entsteht nicht nur innerhalb der Stadtgrenzen, sondern auch außerhalb: Arbeitnehmer, die am Land leben und in der Stadt arbeiten, benötigen als Pendler entsprechende Mobilitätsangebote. Weil urbane Zentren einen sehr großen ökologischen Fußabdruck haben, sind dort die Maßnahmen gegen den Klimawandel besonders wirkungsvoll. Überspitzt könnte man sagen: Der Kampf gegen die Erderwärmung wird in den Städten entschieden. Auch die Urbanisierung, die immer mehr Menschen auf kleinstem Raum versammelt, erfordert einen effizienteren Umgang mit bestehenden Ressourcen. Richtig eingesetzt kann die Digitalisierung beim Meistern dieser Herausforderungen ein wichtiger Verbündeter sein: Das Internet of Things (IoT) steigert die Effizienz, denn mithilfe von Sensoren und Vernetzung lassen sich alle Prozesse in einer Stadt optimieren. Durch eine verlässliche und sichere Kommunikation zwischen Menschen, Gebäuden, Maschinen, Anlagen, Fahrzeugen und Infrastruktureinrichtungen kann eine Kommune vorhandene Ressourcen um ein Vielfaches effizienter nützen. Wichtige kommunale Aufgaben und Bereiche wie Energieerzeugung, Mobilität, Wasserversorgung oder Müllentsorgung sind technologisch miteinander verbunden und können so viel besser aufeinander abgestimmt werden. So meistern Smart Cities die aktuellen Herausforderungen wie Bevölkerungswachstum, Klimawandel und Umweltzerstörung besser.

Mobilfunkunternehmen schaffen Infrastruktur für Smart Cities

IoT stellt völlig andere Anforderungen an die Infrastruktur, als man es bisher vom klassischen Surfen oder Telefonieren gewohnt war. Smart Cities sind ein zentrales Thema für Magenta Business, daher hat man bereits 2012 mit IoT gestartet, sagte Maria Zesch, CCO Business & Digitalization, Magenta Telekom: „Ohne Netz funktioniert keine Digitalisierung, daher sehen wir es als unseren ersten Auftrag, ein Netz für jede Funktionalität zu errichten und außerdem auf Effizienz zu achten.“ So hat Magenta Telekom als einziger Provider in Österreich für das Internet of Things (IoT) diese beiden Netztechnologien im Einsatz: NarrowBand IoT für geringe Datenmengen und LTE-M für höhere Bandbreiten.

Smart City Anwendungen für jede Stadt  

Mit IoT steht die Tür zu vielen neuen Anwendungen offen. An viele Möglichkeiten wurde noch nicht

einmal gedacht. Bereits existierende Use-Cases zeigen neben den Vorteilen auch den Weg, in welche

Richtung sich weitere Innovationen entwickeln können. Letztendlich dienen praktische Beispiele sehr gut dazu, um individuelle Lösungen zu kreieren. Denn jede einzelne Stadt hat ihre ganz spezifischen Herausforderungen zu meistern. Die folgenden Anwendungsbeispiele zeigen, wie es gehen kann.

  • Smart Parking: Anzeige freier Parkplätze
  • Smart Lighting: Benachrichtigung bei ausgefallenen Straßenlaternen
  • Smart Waste: Füllstandsmessung von Abfallbehältern und Routenoptimierung
  • Smart Building: Alarmierung bei Gebäudemängel, wie Schäden oder Gefahren
  • Luftgütemessung: Indoor und Outdoor Alarmierung bei Über- oder Unterschreiten von Grenzwerten in der Luft
  • Fuhrpark Management: Ortung, Auslastung, Diebstahlüberwachung, Fahrtenbuch, Betankungs- und KFZ-Service-App
  • Werkzeug- und Gerätetracking: Ortung und Alarm bei Diebstahl
  • Wasserpegel Monitoring: Alarmierung bei Über- oder Unterschreiten von Pegelwerten
  • Winterdienst Monitoring: Fahrrouten mit Uhrzeiten und eingesetztem Streumittel
  • Energieverbrauch Monitoring: Verbrauchswerte von Schwimmbädern, Solar, Pump,- Kläranlagen
  • Straßenzustand Überwachung: Temperatur (Luft und Asphalt), Feuchtigkeit, Niederschlagsintensität, Prozentuale Eiswahrscheinlichkeit

Der Weg zur digitalen Stadt

Städte und Gemeinden können viele Aufgaben mit digitaler Unterstützung besser und effizienter erledigen. In der Webcast-Serie von Magenta Business erfahren Sie von Fachleuten und Entscheidern wie z. B. Günther Albel, Bürgermeister von Villach, aus erster Hand, wie Sie sich mit unseren innovativen Lösungen den Vorsprung in eine vernetzte, digitale Zukunft sichern.
Erfahren Sie in diesem Webcast, wie Sie für Ihre Kommune eine Digitalisierungsstrategie entwerfen und wie sich Städte und Gemeinden künftig weiterentwickeln werden. Erhalten Sie einen Überblick, welche Anwendungen bereits heute einsetzbar sind und wie sich eine Kärntner Stadt Schritt für Schritt zur Smart City transformiert.

Im Smart City Webcast erfahren Sie alle Details:

  • Leitfaden Digitalisierungsstrategie
  • Impulsvortrag „Städte der Zukunft“
  • Auf dem Weg zur Smart City mit Magenta Business
  • Best Practice Stadt Villach

Termin: 08. April 2021,10:00–11.30 Uhr

Moderation: Sandra Zotti

Speaker:

  • Ronald Sallmann (Städtebund und IT-Kommunal)
  • Maria Zesch (Magenta Business & Digitalization)
  • Andreas Reiter (ZTB Zukunftsbüro)
  • Günther Albel (Bürgermeister von Villach)


HIER zum Webcast #8 anmelden.

Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos.

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